Buchtipp + Video: Collaborative Consumption

Ich lese derzeit das Buch What’s Mine is Yours: The Rise of Col­lab­o­ra­tive Con­sump­tion. Unter Col­lab­o­ra­tive Con­sump­tion ver­steht man ein ökonomis­ches Mod­ell basierend auf teilen, tauschen, han­deln und mieten. Nun sind die Prak­tiken wirk­lich nichts Neues und trotz­dem kann man von einem neuen Trend sprechen. Ursache hier­für ist vor allem das Iner­net, dass die weltweite Ver­net­zung von Gle­ich­gesin­nten verän­dert hat.
Col­lab­o­ra­tive Con­sump­tion wird von den Autoren Rachel Bots­man und Roo Roers in drei Teil­ge­bi­ete unterteilt:

  1. Prod­uct Ser­vice Sys­tems (PSS):
    Man zahlt für die Vorteile, die ein Pro­dukt mit sich bringt ohne dass man das Pro­dukt besitzen muss. Der Gedanke dahin­ter ist ganz ein­fach: Wenn ich mir eine DVD kaufe, inter­essiert mich nicht die DVD ansich, son­dern der Film darauf. Beson­ders geeignet ist diese Idee für Gegen­stände, die wir nur sel­ten benutzen, wie z.B. ein Auto, dass 23 Std am Tag auf dem Park­platz steht oder eine Bohrmas­chine, die wir vielle­icht ein­mal im Monat nutzen. Beispiel für PSS: Car-Sharing wie Zip­car
  2. Redis­tri­b­u­tion mar­kets:
    Anstatt genutzte Pro­dukte zu entsor­gen wird der Leben­szyk­lus ver­längert, indem ein Pro­dukt jeman­den zur Ver­fü­gung gestellt wird, für den es noch einen Nutzen hat. Beispiel: Tauschen von Pro­duk­ten auf www.swap.com oder Verkauf auf eBay
  3. Col­lab­o­ra­tive Lifestyles:
    Das teilen von Ressourcen wie Geld, Fähigkeiten, Raum oder Zeit. Beispiele: Co-working-Spaces, AirBnB oder www.landshare.net

Als Appe­tizer für das Buch empfehle ich Rachel Bots­mans Vor­trag auf TED.com, die das Ganze noch etwas aus­führlicher und ansprechen­der aufbereitet:

Dieser Beitrag wurde unter Reden abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Buchtipp + Video: Collaborative Consumption

  1. Moe sagt:

    Echt gutes Video und einige inter­es­sante Fest­stel­lun­gen. Irgend­wie ist das fast eine neue Form bzw. Abwand­lung des Sozial­is­mus — einem gehört zwar etwas, aber alle dür­fen es benutzen :-)

  2. Fabian sagt:

    Naja, dafuer gibt es Geld ;)
    Ich Buch wird ausser­dem beschrieben, dass viele Prod­uct Ser­vice Sys­tems umwelt­fre­undlicher sind als wenn jeder das Pro­dukt selbst besitzen wuerde. Trotz­dem ist der Anreiz fuer die meis­ten nicht etwas Gutes fuer die Umwelt zu tun, son­dern Geld zu sparen, Flex­i­bil­i­taet zu gewinne oder Geld zu ver­di­enen — “Umwelt” ist nur ein pos­i­tiver Nebeneffekt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>